Couchgespräch und Foren

Montag, 26.07.2021

Couchgespräch

Gäste: Antje Brock, Lorenz Denks, Wolfgang Endres, Uwe Birkel, Bent Neumann und exklusiv Cora E. Hinze – Eine wache Stimme der jetzigen Schülergeneration

10:00 Uhr

Die Schülersprecherin am Freien Gymnasium Borsdorf bei Leipzig engagiert sich aktiv für Zukunftsthemen ihrer Generation. Sie begleitet und gestaltet als Schüler- und Klassensprecherin den Klimaschulprozess ihres Gymnasiums und setzt sich für eine Verbesserung der Digitalisierung in der Schule ein. Sie ist Vorstandsmitglied der 2019 gegründeten Schülergenossenschaft „Freie Gründer Borsdorfs“. In ihrem ersten Projekt will sie zeigen, dass in einem Schülercafé erfolgreich auf Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung gesetzt werden kann.

Gäste: Cora E. Hinze Schülersprecherin am Freien Gymnasium Borsdorf bei Leipzig

Forum 1: „Schule ist kein Kaffeeautomat – Bildung heißt Anverwandlung“

Gastgeber: Wolfgang Endres | Moderation: Tina Simon

11:00 Uhr

Bildung lässt sich nicht auf Knopfdruck vermitteln. Im Unterricht hängt es nicht allein vom Input ab, welchen Output er produziert. Um vorausschauendes Denken und autonomes Handeln mit Blick in die Zukunft im Sinne einer BNE entwickeln zu können, benötigen wir andere Fähigkeiten als in der bisher klassischen Schulentwicklung mit einem festgefügten Fächerkanon. Statt an einmal gefassten Plänen festzuhalten und Situationen im Unterricht mit Routineblick zu erfassen, müssten wir lernen, Ungewissheiten auszuhalten und flexibel auf Unvorhergesehenes zu reagieren. Ein solcher Perspektivwechsel gelingt in einer Art Reframing, indem wir neue Denkmuster entdecken und dabei unerwartete Lösungen finden. Dabei geht es (wieder) stärker um den Mut, den eigenen Verstand zu gebrauchen. Diese Haltung überträgt sich in einer Schule als Resonanzraum in einer Wechselwirkung auch auf Schülerinnen und Schüler sowie deren Selbstwirksamkeit und gibt ihnen Orientierung in dem großen Durcheinander der “Breaking News”, Fake News und Halbwahrheiten.

Bildung gelingt also dort, wo Schülerinnen und Schüler sich nicht bloß abrufbares Wissen aneignen, sondern sich den Unterrichtsstoff anverwandeln. Ein Prozess, der sich als Anverwandlung beschreiben lässt: Die Lernenden nehmen ein Angebot z. B. der Musik, der Physik oder Literatur in einer Beziehung zu ihrer Welt wahr, das Thema sagt ihnen etwas, ist von Bedeutung für sie und verändert etwas in ihnen – ein Resonanzerlebnis, das sie in gewisser Weise „verwandelt“.

In diesem Forum werden Beispiele für die verblüffende Wirkung von Perspektivwechseln aufgezeigt und analysiert. Der frische Blick verändert die Situation und kann Entlastung schaffen – ganz im Sinne der Resonanzpädagogik.

Gastgeber: Wolfgang Endres

Pädagoge und Referent in der Lehrerfortbildung, Pionier der Lernmethodik, Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen rund um die Themen Lehren & Lernen sowie Resonanzpädagogik

Moderation Forum 1: Tina Simon (Bildungsstelle Globales Lernen, aha – anders handeln e.V.)

Forum 2: Der Unterricht der Zukunft – Im Spannungsfeld von Wissens- und Kompetenzvermittlung, Notendruck und Digitalisierung

Gastgeber: Uwe Birkel | Moderation: Ulrike Kauf

11:00 Uhr

Das Forum dient dem Austausch über zentrale Erfahrungen und Erkenntnisse im Bereich Unterrichtsentwicklung. Uwe Birkel diskutiert mit den Teilnehmenden, wie eine sich verändernde Haltung der Akteure in der und um die Institution Schule zu einem neuen Verständnis von Unterricht führt.  Diese neue Haltung kann zukünftig eine wirkungsvolle Mischung aus „alten“ und „neuen“ Methoden und Lernsettings zur Folge haben. Nach einer kurzen Einführung zum Thema Schlüsselqualifikationen und Zukunftskompetenzen sammeln und bewerten die Teilnehmer*innen aktuelle Herausforderungen und Trends, sowie wesentliche Impulse aus den letzten 50 Jahren im Bereich Unterrichtsentwicklung mit Blick auf deren Zukunftsfähigkeit. Ziel des Austauschs ist ein Überblick über innovative, zielorientierte und sinnvolle Formen des Lehrens und Lernens.

Gastgeber: Uwe Birkel (Projektleiter Baut eure Zukunft, Social Impact  Mastercoach, Berater, Trainer)

Moderation Forum 2: Ulrike Kauf (Regionalpromotorin für Eine Welt im Raum Ostsachsen )

Forum 3: „Nachhaltigkeit als Gefühl? Bildung für nachhaltige Entwicklung zwischen Denken und Emotionen“

Gastgeberin: Antje Brock | Moderation: Ronny D. Keydel

11:00 Uhr

Unterrichtsinhalte fokussieren zumeist auf das Denken, den Intellekt. Schulerfolg wird stark darüber definiert, wie Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, Themen zu verstehen, zu analysieren und Schlussfolgerungen zu ziehen. Zweifelsohne ist dies eine wichtige Aufgabe, und dieses Bildungsziel wird auch an Bildung für nachhaltige Entwicklung angelegt, die mittlerweile in vielen Bundesländern, wie auch in Sachsen, curricular verbindlich ist.

Verstehen, Denken, Analysieren ist jedoch nur die „halbe Miete“ – und dies gilt umso mehr für BNE. Jegliche Erinnerungs- und Lernprozesse, und seien sie noch so abstrakt, sind letztlich sehr eng, auf einer körperlichen Ebene, mit Emotionen verbunden. Gefühle steuern, was und wie gut Lerninhalte erinnert und angewendet werden können, gleichzeitig sind sie zentrale Bestandteile von Werten und Haltungen, die ebenfalls Ziel von Schulbildung sind.

Warum spielen Emotionen bei BNE eine besondere Rolle? Wie kann z. B. didaktisch mit negativen Gefühlen umgegangen werden, die oftmals mit mehr Wissen über den teils sehr krisenhaften Umweltzustand und über tiefgreifende Gerechtigkeitsprobleme einhergehen?

BNE kann zugleich als eine Art von Haltung gegenüber der Welt und anderen begriffen werden. Wie sollte Unterricht gestaltet werden, so dass neben intellektuellen Dimensionen wie z.B. systemischem Denken als einem Analysieren komplexer Wechselwirkungen, Schülerinnen und Schülern auch emotional von Nachhaltigkeitsthemen ansprechbar sind? Dazu gehört z. B. die Fähigkeit zu Empathie mit Menschen, die von Umwelt- und Gerechtigkeitsproblemen betroffen sind.

Daher ist die Frage, wie insgesamt die Ebene der Gefühle in BNE besser didaktisch berücksichtigt werden kann und wie positiv-motivierende Emotionen gefördert werden können. Im Rahmen des Beitrages werden konkrete Anwendungsbeispiele gegeben, wie die Beschäftigung mit Nachhaltigkeit im Unterricht als sinnhaft, faszinierend und bereichernd empfunden werden kann.

Gastgeberin: Antje Brock

Wissenschaftliche Mitarbeiterin UNESCO BNE-Programm “ESD for 2030”, Institut Futur, Freie Universität Berlin

Moderation: Ronny D. Keydel (Fachstelle Globales Lernen & BNE / Eine – Welt Promotor)

Forum 4: „Bildung für nachhaltige Entwicklung in einer digitalisierten Welt“

Gastgeber: Lorenz Denks | Moderation: Benjamin Schumann

11:00 Uhr

Hauptthesen:

1.     BNE und Digitalisierung stellen jeweils eine Transformation von Bildung dar, es gilt, sie zusammenzudenken.

2.     Für den Unterricht ist es entscheidend, klare Lernziele zu definieren und Tools, Methoden und Inhalte darauf auszurichten.

3.     Förderung von Handlungsfähigkeit bedeutet auch im Digitalen: Lernende (begleiten und) machen lassen.

Abstract: Das Forum beschäftigt sich mit der Frage, was Digitalisierungsprozesse für eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung bedeuten. Zum einen verändern Digitalisierungsprozesse die Welt, in der wir leben rapide und damit sowohl die methodische Gestaltung von Unterricht als auch die Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler benötigen, um Zukunft mitgestalten zu können. Zum anderen werden wir als Gesellschaft derzeit mir großen Zukunftsfragen bezüglich Umwelt, Wirtschaft, Politik und Sozialem konfrontiert für deren Bewältigung es neuer Kompetenzen bedarf. Es gilt beide Herausforderungen miteinander konzeptionell und unterrichtspraktisch zu verbinden.

Gastgeber: Lorenz Denks (Projektleiter Engagement Global gGmbH)

Moderation: Benjamin Schumann (Regionalpromotor Eine Welt Chemnitz)

Forum 5: „Bildung für nachhaltige Entwicklung beginnt bei mir selbst“

Gastgeber: Bent Neumann | Moderation: Heidi Bischof

11:00 Uhr

Wir können nicht nur darüber reden, welche Inhalte, Kompetenzen oder Potentiale die Lehrkräfte bei ihren Schülerinnen und Schülern noch thematisieren, ihnen beibringen oder in ihnen entwickeln sollen. Wir müssen verstehen, dass es ohne die Weiterentwicklung des Haltungsraumes der Lehrenden selbst alles nur Änderungen an der Oberfläche bleiben. Die Bildung für nachhaltige Entwicklung beginnt bei jeder Lehrkraft selbst. Dafür braucht es eine Menge Mut, Muße sowie Vertrauensräume, Inspiration und Begleitung.

Gastgeber: Bent Neumann (Potenzialentwickler Quest-Team, Erziehungswissenschaftler, systemischer Coach und Berater)

Moderation: Heidi Bischof (Regionalpromotorin Eine Welt Landkreis Leipzig und Nordsachsen)

Workshops

Dienstag, 27.07.2021

Nr. 1: „Potentialentwicklung für Lehrkräfte – wie ich mein Mindset weiterentwickle, um nachhaltig(e) Entwicklung der Schülerinnen und Schüler anzustoßen und zu begleiten.“

Akteur: Bent Neumann

11:00 Uhr

Inspiration, Austausch und Live-Coaching mit Bent Neumann. Als ehemaliger Geschäftsführer der gemeinnützigen Bildungsinitiative „mehr als lernen“, Potentialentwickler des Quest-Team Berlins (www.quest-team.de) und Mindset-Coach weiß Bent Neumann um die massiven Herausforderungen einer Lehrkraft in heutigen Zeiten. Wie immer ist der einzige Weg für nachhaltige Entwicklung der, sich als Lehrerin bzw. Lehrer selbst weiterzuentwickeln. Hierbei spielt die Entwicklung der Haltung die zentrale Rolle, Skills und Tools sind untergeordnet zu betrachten. Wie diese Entwicklung aussehen kann? Was es dafür braucht? Wo es hinführen könnte? Finden wir es heraus!

Akteur: Bent Neumann(Potentialentwickler Quest-Team, Erziehungswissenschaftler, systemischer Coach und Berater, Mindset-Coach)

Nr. 2: „All hands on board! Wie gelingt BNE mit der ganzen Schule?“

Akteurinnen: Heidi Bischof und Romy Niedzballa

11:00 Uhr

Was bitte ist der Whole School Approach (WSA)? Und was hat er mit BNE zu tun? Warum lohnt es sich, den WSA an meiner Schule umzusetzen? Und wie kann das gehen, wo wir doch schon jetzt nicht wissen, wo uns der Kopf steht? Zwei Lehrerinnen und eine außerschulische Eine Welt-Promotorin machen Mut und lassen an ihren Erfahrungen teilhaben.

Bildungseinrichtungen haben eine besondere Verantwortung, wenn es um eine nachhaltigere Gesellschaft geht. Auf der anderen Seite stehen überlastete Lehrerinnen und Lehrer. Der Whole School Approach (WSA) ist ein ganz wunderbarer Ansatz, um dieses Dilemma ein Stück weit zu lösen. Er fordert viel Anschubkraft am Anfang und schenkt uns viel Freiheit und Entlastung am Ende. Nach einer kurzen Einführung in den WSA durch die Eine Welt-Promotorin Heidi Bischof (NDK e.V.) hören wir einen best-practice-Bericht auf dem Weg zu mehr BNE an ihren Schulen: Lernweltenschule Großdeuben mit Romy Niedzballa. Anschließend gibt es einen moderierten Austausch für Rückfragen und um Kontakte zu knüpfen

Akteurinnen:
Heidi  Bischof: Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.
Romy Niedzballa: Evangelisches Gymnasium Lernwelten Böhlen OT Großdeuben

Nr. 3: „Implementierung und Etablierung der BNE – gemeinsam los- und weitergehen“

Akteurin: Anja Unger

11:00 Uhr

Es gibt Themen, die werden von Schulleitung eingebracht und etabliert – nicht so das Thema BNE. Erfolgreich funktioniert es bei diesem Thema nur als ganzheitliches, transformatorisches Bildungskonzept, wenn es als selbstverständliche Aufgabe und als Ziel aller Handlungsebenen von Schule betrachtet und etabliert wird. Es muss von allen Verantwortung zur Gestaltung einer sozial, ökologisch und ökonomisch gerechten Zukunft übernommen werden.

Wie kann es gelingen, diesen Prozess in Gang zu setzen? Welche Verantwortung kommt Schulleitung dabei zu? Welche Schritte können konkret gegangen werden?

Mit diesen Fragen setzt sich der Workshop “Chefsache BNE” auseinander. Gemeinsam werden Schritte abgewogen, Möglichkeiten ergründet und konzeptionelle Fragen erörtert mit den Zielen: Mut zum gemeinsamen Handeln, Elan und Motivation zum Losgehen, Weitergehen und Hindernisse aus dem Weg räumen.

Akteurin:
Anja Unger:
 Schulleiterin am Beruflichen Schulzentrum für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden

Nr. 4: „Wie gelingt die Einbettung von BNE an Sachsens Schulen? Ein Dialog über die Grundlagen“

Akteure: Magdalena Metzler und Hauke Schiek

11:00 Uhr

Die Einbindung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in das sächsische Schulsystem ist eine komplexe Herausforderung. Wie kann BNE einem gesamtinstitutionellen Ansatz folgen und auf Schul- und Unterrichtsebene als Querschnittsaufgabe umgesetzt werden? Hierfür hat das Sächsische Staatsministerium für Kultus mit der „Sächsischen Landesstrategie BNE“ und das Sächsische Landesamt für Schule und Bildung mit „Eckwerte BNE“ Wegweiser aufgestellt.
Magdalena Metzler, BNE Landeskoordinatorin (SMK), und Hauke Schiek, Referent für BNE (LaSuB) geben Antworten und sind offen für den Dialog. Mit dem Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung, dem sächsischen BNE-Portal und den Klimaschulen stellen sie aussichtsreiche Initiativen der BNE-Arbeit des Freistaates Sachsen vor.

Akteure:
Magdalena Metzler: Landeskoordinatorin BNE beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus
Hauke Schiek: Referent für BNE am Landesamt für Schule und Bildung, Standort Radebeul

Nr. 5: „BNE digital beflügeln – Medienkompetenz praxisnah vermittelt“

Akteure: Jonathan Adler und Feliks Retschke

11:00 Uhr

Jonathan Adler und Feliks Retschke zeigen am Beispiel des Ferdinand-Sauerbruch-Gymnasiums Großröhrsdorf wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in Social Media dargestellt werden kann – authentisch, nah an der Zielgruppe und stets aktuell. Gestalten Schülerinnen und Schüler das Instagram-Profil ihrer Schule mit, bereichert dieses effektive Kommunikationsmittel das Schulleben und die Kooperationen, so dass Schülerinnen und Schüler, Alumni, Lehrkräfte, Eltern und regionale Schulpartner davon profitieren. Im Verlauf des Workshops geben sie Einblicke in Arbeitsprozesse und entstandenen Social Media-Formate. In Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft begleitet die Instagram-Seite beispielsweise die Bewerbung des Gymnasiums als Klimaschule.

Akteure: 
Jonathan Adler und Feliks Retschke: journal7 GbR Jonathan

Nr. 6: „Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung – wie geht das?“

LEIDER MUSS DIESER WORKSHOP KRANKHEITSBEDINGT AUSFALLEN!

11:00 Uhr

Nach einem kurzen Kennenlernen soll die praktische Umsetzung von Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung diskutiert werden. Claudia Müller und Jens Reißland wollen mit Ihnen klären: Was ist eigentlich Bildung für nachhaltige Entwicklung und welche Ziele verfolgt diese? Weiter wollen sie aufzeigen, was Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) meint und wie diese umgesetzt werden kann. Sie möchten Ihnen Wege beschreiben, auf welche Weise alltägliche, aber auch berufliche, Dilemmasituationen, Ausgangspunkte für kleine Projekte mit Nachhaltigkeitsbezug sein können. Ihre Expertise beruht dabei auf erfolgreich durchgeführten Projekten mit Ausbildungsbetrieben.

Akteure:
Claudia Müller und Jens Reißland: wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität Erfurt

Nr. 7: “Mit Kopf, Herz & Hand in die Zukunft – Transformatives Lernen für Alle.”

Akteure: Mehmet Atci Mutlu und Anika Jordan

11:00 Uhr

Dieser Workshop beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie wir die komplexen Themen der Nachhaltigkeit an Schülerinnen und Schüler mit Lernhemmnissen vermitteln können. Die vorgestellten, teils spielerischen Methoden ermöglichen es, die Endlichkeit und auch die ungleiche Verteilung natürlicher Ressourcen vor dem Hintergrund wirtschaftlichen Wachstums zu reflektieren und systemische Beziehungen zu erfassen. Globale Zusammenhänge werden sichtbar und Abhängigkeiten aufgezeigt. Gemeinsam reflektieren wir die Anwendbarkeit der Methoden an Förderschulen im Grund- und Oberschulbereich und nehmen uns Zeit, mögliche Anpassungen an die Zielgruppe zu diskutieren.

Methoden:  Interaktive Mischung aus inhaltlichen, kognitiv-ansprechenden, bewegten und spielerischen Methoden zu den Grenzen der Erde, Postwachstum und Suffizienz [in Anlehnung an das Konzeptwerk Neue Ökonomie Leipzig & Fairbindung Berlin]:

1. Peak Oil Alarm. – Eine Alltagsgeschichte zu unserem Erdölkonsum.

2. Wem gehört die Welt? – Eine Methode zur globalen Ressourcenverteilung.

3. Eine andere Welt im Bau. – Inspiration anhand von Beispielen gelebter Alternativen.

Akteure:
Mehmet Atci Mutlu und Anika Jordan: CAMBIO e.V. – Aktionswerkstatt für Umweltschutz und Menschenrechte
CAMBIO e.V.

Nr. 8: „BNE und die Frage nach gutem Leben – in der Grundschule mit Kindern auf die Suche gehen“

Akteurin: Dr. Lydia Kater-Wettstädt

11:00 Uhr

In diesem Workshop bearbeiten wir gemeinsam die Frage, wie eine Umsetzung von BNE in der Grundschule gelingen kann. Dabei gehen wir zum einen von bestehenden Ansätzen, Ideen, Themen- oder Methodenvorschlägen und zum anderen von anstehenden Herausforderungen aus, um zu überlegen, was es braucht, um Kindern die Möglichkeit zu geben sich mit großen Fragen auseinandersetzen und sich für ihre Anliegen einzusetzen.

Akteurin:
Dr. Lydia Kater-Wettstädt: Verwalterin der Professur für “Inter- und transkulturelle Bildung und Sachunterricht” Leuphana Universität Lüneburg, Institut für Integrative Studien – infis

Nr. 9: „Mit Filmen zu BNE arbeiten“

Akteurin: Pauline Nuszkowski

11:00 Uhr

Pauline Nuszkowski gibt einen Einblick in reflektiertes Filmschauen und zeigt Möglichkeiten der Einbindung des Mediums Film in den Unterricht. Dabei beleuchtet sie die unterschiedlichen Ebenen eines Films und lädt ein, am Beispiel eines BNE-Filmes konkret die methodische Aufbereitung zu erleben.

Akteurin:
Pauline Nuszkowski: Projektkoordinatorin Move it young

Nr. 10: „Ermutigung zur Partizipation – Schülerinnen und Schülern gestalten ihre Kommune“

Akteur: Dr. David Löw Beer, IASS Potsdam

11:00 Uhr

Gestalten Schülerinnen und Schüler ihre Kommune mit, können sie wesentliche (Handlungs-)Kompetenzen von BNE erlangen. Anhand von Beispielen, insbesondere aus dem Lausitzer Strukturwandel, erarbeiten wir, was junge Menschen in kommunalen Projekten lernen können, welche Unterstützung sie dabei benötigen und wie Lehrkräfte mit Kommunen in Austausch kommen können.

Um eigene Handlungsmöglichkeiten kennen zu lernen und Frustrationen zu vermeiden, sollten Schülerinnen und Schüler befähigt werden „gesellschaftliche Veränderungen anzuregen und zu gestalten“ (Eckwertpapier BNE). Hierfür bietet das sozialräumliche Umfeld einer Schule und die eigene Kommune einen guten Raum, in dem eigene Projektideen entwickelt werden können, etwa eine Kleidertauschparty, aber auch politische Prozesse begleitet werden können. In dem Workshop wird konzeptionell und anhand von Beispielen diskutiert, wie solche Prozesse sowohl erfolgreich als auch umsetzbar werden.

Akteur:
Dr. David Löw Beer: Institut for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS) Potsdam

Nr. 11: „Schools for Earth – Mit der ganzen Schule auf dem Weg zur Klimaneutralität“

Akteure: Katarina Roncevic, Markus Power, Janine Kröhl und Martin Arzt

11:00 Uhr

Das „SCHOOLS FOR EARTH“ Projekt von Greenpeace e. V. bietet mit dem Whole School Approach einen ganzheitlichen Ansatz zur Entwicklung der eigenen Schule in Richtung Klimaneutralität. Grundlage ist die feste Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung an Schulen. Greenpeace und das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) haben speziell für Schulen einen CO2-Rechner zur Ermittlung des Klima-Fußabdrucks entwickelt. Jede Schule kann diesen Online-Rechner sowie eine breite Palette an Unterrichtsmaterialien und Handreichungen zur Umsetzung von mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Schulalltag kostenlos nutzen. Ist die individuelle Klimabilanz erstellt, lassen sich damit die Emissionsbereiche identifizieren, in denen es Potential für Klimaschutzmaßnahmen in der Schule gibt. Die sächsische Schule Altchemnitz – Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen – ist eine teilnehmende Schule, die dazu aus ihrer schulischen Praxis berichtet.

Akteure:
Katarina Roncevic und Markus Power: Greenpeace e.V.
Janine Kröhl und Martin Arzt: Vertreter der Schule Altchemnitz – Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen

Nr. 12: “BNE und Schulgarten – Best practice”

Akteure: Sophie Sommer und Lars Röder

11:00 Uhr

Schulgarten im Kleingartenverein
Anne-Frank-Schule Radebeul, Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Die Anne-Frank-Schule Radebeul war lange auf der Suche nach einem geeigneten Ort für einen Schulgarten. Dieser fand sich im Jahr 2017 mit einer freiwerdenden Parzelle in der benachbarten Kleingartenanlage. So wurden wir Mitglieder im Kleingartenverein „Am Waldrand“ Dresden.

Die Schülerinnen und Schüler gestalten den Garten aktiv. Schüler mit sehr schweren Behinderungen erleben den Garten in erster Linie mit allen Sinnen. Es entstanden Hochbeete, die sich teilweise mit dem Rollstuhl unterfahren lassen. Die Schüler lernen im Schulgarten biologische Kreisläufe kennen, setzen sich mit der belebten Umwelt und mit Fragen einer ökologischen Lebensweise auseinander. Ein Hochbeet wurde so angelegt, dass Eidechsen ein zu Hause finden können. Duftende Kräuter, Blumen und Beerensträucher lassen den Garten zum Erlebnis für alle Schüler werden. Alles für einen Schulgarten ganz normal. Im Hauswirtschaftsunterricht wird die Ernte weiter verwertet.

Aber, wie schon erwähnt, unser Schulgarten befindet sich in der Kleingartensparte. Die Schüler, vor allem die Jugendlichen der Werkstufe erleben, was es heißt in einem Verein zu sein. Sie werden so ein Stück mehr zu gleichberechtigter und umfassender Teilhabe am gesellschaftlichen Leben vorbereitet.

Die Carola Oase
128. Oberschule „Carola von Wasa“ Dresden

Viele unserer Schülerinnen und Schüler erleben einen einseitig gestalteten, wenig abwechslungsreichen, privaten Alltag. Nachhaltigkeit, Umwelterziehung, Naturnähe und gesunde Ernährung spielen nur selten eine Rolle. Ihr Alltag ist oft von der Nutzung elektronischer Medien geprägt. Dem setzen wir als Schule etwas entgegen. Mit Schulhof und Schulgarten schaffen wir alternative Lern- und Erlebnisräume für die Freizeit und den Schulalltag. Dabei ist es uns wichtig, Orte des Lernens, Nutzflächen und Flächen zur Entspannung anzubieten, sie gemeinsam zu planen und auszugestalten. Insoweit finden sich die Gestaltung und Nutzung des Schulgartens und des Schulhofes in vielen Bereichen wieder. Themen sind dabei unter anderem die Erforschung und Gestaltung von Lebensräumen, eine gesunde Ernährung, Nutzung und Verarbeitung von Pflanzen, Holzgestaltung, Ökologie, Selbstversorgung, Umgang mit Tieren, Entwicklung sozialer Kompetenzen, Mitbestimmung, Planung von Projekten und bewusste Entspannung, um nur einige Dinge aufzuzählen. Das Spektrum für die Schülerinnen und Schüler reicht dabei von A wie artgerechte Tierhaltung bis Z wie Zierkürbis.

Durch die vielen Nutzungsmöglichkeiten trägt der Schulgarten wesentlich zur Förderung des sozialen Miteinanders und des Wohlbefindens der an Schule Beteiligten bei, ganz besonders in den Reihen der Schülerinnen und Schüler.

Akteure: 
Lars Röder: Anne-Frank-Schule Radebeul, Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
Sophie Sommer: 128. Oberschule “Carola von Wasa” Dresden

Nr. 13: “Natur-Umwelt-Klima – Best practice”

Akteure: Heike Arnold, Karsten Kurasch und Holger Köhler

11:00 Uhr

Eine der ersten Klimaschulen in Sachsen
Oberschule an der Weinau Zittau

Nach der Motivation befragt, sich 2017 als Klimaschule in Sachsen zu bewerben, gibt es eine spontane Antwort: In vielen Gesprächen im Unterricht und in der Freizeit haben wir gemerkt, dass Fragen rund um den Klimawandel auftraten. Zur selben Zeit suchten wir Ideen für ein „Grünes Klassenzimmer“. Da kam uns der Aufruf Klimaschule zu werden gerade recht. Das war 2017 und seit dieser Zeit ist viel passiert.

An der Weinauschule werden klimarelevante Themen fächerübergreifend vermittelt. In den vielfältigen Projekten werden die klimaspezifischen Aspekte mit Umwelt- und Naturthemen verknüpft. Die Palette reicht von „Plant-for-the-Planet“ mit dem Ziel, Bäume zu pflanzen und so einen Beitrag zum Ausgleich der CO2-Bilanz zu leisten, über den „Umwelttag“ mit der Hochschule Zittau bis hin zu Projekten mit dem Tierpark Zittau. Besonders inspirierend waren und sind die vielen unerwarteten Synergieeffekte. Viele Aktivitäten finden außerhalb der Unterrichtszeit und der festen Klassenverbände statt, unser Beitrag zum „sozialen Klimawandel“.

Die Entwicklung zeigt deutlich, dass Entwicklungswege lang [und steinig] sind, dass es aber Unterstützung geben kann. Der Weg der Weinauschule Zittau macht Mut, eigene Wege zu träumen und sie begehbar werden zu lassen.

Wildwuchs in der Stadt
Freie Gemeinschaftliche Schule „Maria Montessori“ Freiberg

Im Jahr 2015 übernahm die Schule das 12.500 qm große Schulgelände auf dem Wasserberg in Freiberg. Haus und Außenbereich waren im Stil der 1960er Jahre angelegt und stark sanierungsbedürftig. Seitdem hat sich die Schulgemeinschaft auf den Weg gemacht, die Gebäude zu sanieren und das asphaltierte Außengelände zu einem Naturschulhof umzugestalten.

Ziel war es, den 250 Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 bis 13 altersgerechte Spiel -, Bewegungs-, Aufenthalts- und Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Außerdem sollten vor Ort Möglichkeiten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und eine Oase für Tiere und Pflanzen geschaffen werden. Begonnen wurde mit einzelnen Maßnahmen wie dem Bau von Trocken-mauern als Lebensraum für Insekten und Kleintiere, Sitzmöbeln aus Palletten und einem Naschgarten… Alle entstandenen Bereiche werden mittlerweile auch zu Unterrichtszwecken rege genutzt.

Klimaneutrale Schule
Léon-Foucault-Gymnasium, Hoyerswerda

Das Klimaschulprojekt an unserem Gymnasium umfasst das Sensibilisieren aller Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 11. Dazu führen wir mit den Klassenstufen 5 und 6 Wanderungen, Exkursionen und Projekttage im Zoo, in der Zooschule oder in der Natur durch. Unser Highlight ist das Projekt „Klimaneutrale Schule“. Eine Klasse der Klassenstufe 8 führt dieses Projekt für unser Gymnasium federführend durch. Grundlage wird der Abdruck des CO2-Verbrauchs sein. Auf dieser Grundlage versuchen wir durch Aktionen zur Reduktion und Kompensation die Klimaneutralität unseres Gymnasiums zu erreichen. In der Sekundastufe II steht dann das wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Klimaschule und Biodiversität im Vordergrund.

Akteure:
Heike Arnold: Oberschule an der Weinau Zittau
Karsten Kurasch: Freie Gemeinschaftliche Schule “Maria Montessori” Freiberg
Holger Köhler: Léon-Faucault-Gymnasium Hoyerswerda

Nr. 14: „Kommt mit auf den Schwarzbachhof! – Den Bauernhof als idealen Ort für BNE entdecken.“

Akteurinnen: Julia Stichel und Heike Delling

11:00 Uhr

Kommt mit auf den Schwarzbachhof! – Den Bauernhof als idealen Ort für “BNE” entdecken.

Wir nehmen Sie mit auf einen handlungsorientierten Bauernhofbesuch.
– Wir wandern gemeinsam mit den Ziegen auf die Weide und lernen von unseren Spezialisten für artenreiches Grünland.
– Wir holen den Bauernhof mit allen Sinnen nach Hause.
– Wir lernen Getreide aus neuen Blickwinkeln kennen.

In der Reflektion überlegen wir, welche Teilkompetenzen im Sinne der Gestaltungskompetenz nach BNE in den 3 MItmachstationen entwickelt werden. Anhand ihrer Fragen erarbeiten wir Hilfestellungen für den nächsten Bauernhofbesuch mit Ihrer Klasse.

Vorabinformationen finden Sie unter:
Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof e.V.
Schwarzbachhof

Akteurinnen:
Julia Stichel und Heike Delling: Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof e.V. (BAGLoB)

Nr. 15: Überraschungs-Workshop

Reformpädagogik trifft BNE

11:00 Uhr

Die Spannung ist groß aber wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut und freuen uns auf einen anregenden Austausch, tausend Fragen und natürlich spannende Impulse in einer kleinen gemeinsamen Runde. Wer Überraschungen liebt und sich drauf einlässt ist hier am richtigen Ort: denn die, die da sind, sind die Richtigen!

Mittwoch, 28.07.2021

Nr. 1: Den FREI DAY einführen und aktive Bildungslandschaften gestalten

Workshopleiter: Tobias Feitkenhauer

10:35 Uhr

Im ersten Teil stellt Tobias Feitkenhauer, Projektleiter von FREI DAY, das Lernformat FREI DAY ausführlich vor und zeigt anhand von Beispielen aus der Praxis, wie das Lernformat auch in Sachsen umgesetzt wird.
Im zweiten Teil wird die Plattform Atlas.Schule vorgestellt. Es besteht die Möglichkeit, zu analysieren, wie die verschiedensten Partner*innen gewinnbringend in den Unterricht eingebunden werden können.
Der Workshop richtet sich an Teilnehmer*innen aller Schulformen und Klassenstufen.

Workshopleiter
Tobias Feitkenhauer ist Projektleiter bei Schule im Aufbruch und Gründer von edcosystems. In seiner täglichen Arbeit begleitet er Schulen dabei, den FREI DAY einzuführen und baut für ihre Unterstützung Netzwerke von außerschulischen Partnerorganisationen rund um die Schulen auf. Sein Thema ist: Lernen im Leben.

Nr. 2: Projektarbeit zu den 17 Nachhaltigkeitszielen – Ausgewählte Materialien im Sinne einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Workshopleiterinnen: Silke Ramelow und Karla Reese

10:35 Uhr

Der erste Teil des Workshops ist der Bildung für nachhaltige Entwicklung als Schlüssel, um die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu erreichen gewidmet – ganz im Sinne der neuen UNESCO-Agenda „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2030”. Die Teilnehmenden bekommen innovative Methoden und praxisnahe Materialien von BildungsCent an die Hand, um mit Schüler*innen in Projekten zu den SDGs zu arbeiten.

Der Workshop widmet sich zunächst der Frage, was Voraussetzungen für gute Projektarbeit sind. Danach entwickeln die Teilnehmenden anhand bewährter Materialien eigene Projekte zu den SDGs. Aus den Impulsen des Workshops entstehen Handlungsideen für eine gerechte und nachhaltige Zukunft.

Die Fortbildung richtet sich an Teilnehmer*innen aller Schulformen und an alle Klassenstufen.

Workshopleiterin

Silke Ramelow ist Vorstandsvorsitzende und Gründerin des gemeinnützigen BildungsCent e.V. in Berlin. Zweck ist die Förderung einer neuen und nachhaltigen Lernkultur. Mit ihrer Expertise in den Bereichen Bildung und nachhaltige Entwicklung wirkt sie in verschiedensten Netzwerken und Verbänden an der Transformation des Bildungssystems, unter anderem im Bundesverband Innovative Bildungsprogramme e.V. mit.

Nr. 3: Das „Klimakit“ und „Digital Sparks“ des „Education Innovation Labs“ in Zusammenarbeit mit „Greenpeace“

Workshopleiterinnen: Susanne Stövhase und Manuela Mohr

10:35 Uhr

Mit dem KlimaKit gehen Schüler*innen auf eine Lernreise, die sie von der persönlichen Reflektion des eigenen Standpunkts beim Thema Klimaschutz, über Begegnungen mit inspirierenden Klimaaktivist*innen aus aller Welt und deren Erfahrungen mit der Klimakrise, bis hin zur eigenen Aktion führen. Dabei arbeiten die Schüler*innen gemeinsam und eigenverantwortlich während die Lehrkraft die Lernbegleiterinnen, -begleiter-Rolle einnimmt.

Digital Sparks sind Onlineworkshops für Schüler*innen, die gesellschaftliche Themen, wie Geschlechtsidentitäten, KI und Diskriminierung oder Zukunftsforschung behandeln. Sie können schulübergreifend innerhalb einer Projektwoche durchgeführt werden oder an 5 aufeinanderfolgenden Terminen. Sie ermöglichen den Schüler*innen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema, das Erforschen unterschiedlicher Perspektiven, das Erkunden eigener Fragestellungen und die Erstellung eines eigenen Lernproduktes.

Der Workshop richtet sich an Teilnehmer*innen der Sekundarstufe 1.

Workshopleiterin

Susanne Stövhase ist Co-Founder und Co-Geschäftsführerin des Education Innovation Labs. Sie verbindet ein Studium der bildenden Kunst mit einem Master in Public Policy und umfangreicher Expertise im Bereich 21st Century Learning und Bildungstransformation. Als Mitbegründerin der Evangelischen Schule Berlin Zentrum kennt sie die Herausforderungen von Bildungstransformation aus der unmittelbaren Praxis. Ihr Schwerpunkt im Education Innovation Lab liegt in der Konzeption und Umsetzung innovativer Lernmethoden und neuer Lernmaterialien, die kritisches Denken und aktives Gestalten einer nachhaltigen Zukunft ermöglichen.

Nr. 4: Berufsorientierung und Berufsvorbereitung – Die „Baut Eure Zukunft“ Toolboxen „Kompetenzen der Zukunft“ und „Zukunftsangst“

Workshopleiterin: Melissa Wörner

10:35 Uhr

Der Workshop liefert einen Überblick über die kostenfreien „Baut Eure Zukunft“ Materialien zur Berufsorientierung und zur Berufsvorbereitung. Die beiden Toolboxen beinhalten leicht verständliche, kurze Einführungstexte, Statistiken, (Video-)Links, Handlungsleitfäden, Ablaufpläne, eine Präsentation mit chronologisch angeordneten Erklärvideos für die Arbeitsphasen, eine unterrichtsbegleitende Powerpointpräsentation, sowie Kopier- und Plakatvorlagen.

Die beiden Unterrichtskonzepte wurden für 3-5 Doppelstunden und Projekttage oder Projektwochen in der Mittel- und Oberstufe für alle Schulformen entwickelt und können vereinfacht auch in Grundschulen eingesetzt werden.

Workshopleiterin

Melissa Wörner hat Soziale Arbeit studiert und sich am Hasso Plattner Institut zur Design Thinking Trainerin ausgebildet. Sie arbeitete bereits in diversen innovativen Bildungsinitiativen wie „Dialog macht Schule“ und „Mehr als Lernen“ und ist aktuell innerhalb des Projekts „Baut Eure Zukunft“ für die Projekttage, die Camps und den Bundeswettbewerb verantwortlich. Darüber hinaus beteiligt sie sich an den pädagogisch-didaktischen Konzepten des bundesweiten Bildungsprojekts.

Nr. 5: Demokratie und Beteiligung – Die „Baut Eure Zukunft“ Toolbox „Demokratiebildung“,

Workshopleiterin: Amelie Wenninger und Michael Metzger

10:35 Uhr

Der Workshop widmet sich der Mitbestimmung von Jugendlichen in Schule und Gesellschaft und ermöglicht einen handlungsorientierten, niedrigschwelligen Einstieg ins Thema. Die „Baut Eure Zukunft“ Materialien zum Thema Demokratiebildung und Empowerment umfassen Leitfäden, Arbeitsblätter zur Begriffsklärung, Ablaufpläne, eine Präsentation mit chronologisch angeordneten Erklärvideos für die Arbeitsphasen sowie Kopier- und Plakatvorlagen. Vor dem Einstieg in die Umsetzungsphase der Demokratieprojekte steht die Bearbeitung eines großen Demokratieposters, welches die wichtigsten Komponenten von Demokratieprojekten im Überblick darstellt.

Die Materialien können im Anschluss ohne großen Vorbereitungsaufwand direkt im Unterricht oder online umgesetzt werden. Das Unterrichtskonzept wurde für 3-5 Doppelstunden und Projekttage oder Projektwochen in der Mittel- und Oberstufe für alle Schulformen entwickelt und kann vereinfacht auch in Grundschulen eingesetzt werden.

Workshopleitung

Amelie Wenninger unterstützt das „Baut Eure Zukunft“ Team im Hinblick auf den Erlebnisfaktor von qualitativ hochwertigen Bildungsveranstaltungen. Die Frage, wie erlebnispädagogische Elemente und eine nachhaltige Lehr-Lern-Erfahrung online gestaltet werden können, steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Sie bringt vielfältige Erfahrungen als Projektmanagerin in die Arbeit mit Schüler*innen und Jugendlichen ein und begleitet diese altersgerecht bei der Projektarbeit, z.B. im Rahmen der Baut Eure Zukunft Camps und Projekttage oder beim Bundesfinale von Baut Eure Zukunft.

Nr. 6: Mobbing – Die „Baut Eure Zukunft“ Toolbox „Mobbing“

Workshopleiterin: Ella Vaas

10:35 Uhr

Der Workshop liefert einen Überblick über die kostenfreien „Baut Eure Zukunft“ Materialien zum aktuellen, aber auch sensiblen Thema Mobbing. Ein leicht verständlicher Einführungstext, ergänzt durch Zahlen und Videolinks, Leitfäden, Ablaufpläne, eine Präsentation mit chronologisch angeordneten Erklärvideos, sowie Kopier- und Plakatvorlagen erleichtern den Umgang mit sozialen und psychologischen Herausforderungen bei der Bearbeitung von Mobbing an der Schule. Im Workshop wird auch behandelt, in welcher Phase der Projektarbeit bzw. in welchen Fällen auf dem Schulgelände und im Klassenzimmer, welche Akteure wie eingebunden werden können.

Die Materialien können im Anschluss ohne großen Vorbereitungsaufwand direkt im Unterricht, auch online, umgesetzt werden. Das Unterrichtskonzept wurde für 3-5 Doppelstunden und Projekttage oder Projektwochen in der Mittel- und Oberstufe für alle Schulformen entwickelt und kann vereinfacht auch in Grundschulen eingesetzt werden.

Workshopleiterin

Ella Vaas ist Expertin für Wirtschaftskommunikation und hat einen zweiten Studienabschluss in nachhaltiger Unternehmensführung. Seit 2018 ist sie als Trainerin für soziale Innovationen und Design Thinking bei der Social Impact gGmbH tätig. Sie kombiniert viel Trainings- und Moderationserfahrung mit einem vielfältigen Werkzeugkoffer zur Unterstützung von Projekten im Bereich, Bildung, Wohlfahrt und Sozialunternehmertum. Je nach Zielgruppe arbeitet sie mit unterschiedlichen Kreativitätstechniken und Lernsettings, um abwechslungsreiche und zielorientierte Workshops zu konzipieren und umzusetzen.